Strand, Sonne und noch viel mee(h)r!

Zumindest kalendarisch ist der Sommer nun endgültig angekommen und auch die Temperaturen steigen wieder. Höchste Zeit Seeluft zu schnuppern!

Nachdem wir euch letzte Woche schon mit an die Nordsee genommen haben, reisen wir heute mit euch an die Ostsee – genauer gesagt auf die Insel Rügen. Gemeinsam mit unserem Gastautor J. Haase – langjähriger Rügenexperte und familiär mit Rügen verwurzelt – gehen wir auf die Reise rund um die Ostküste Deutschlands größter Insel.

Damit ihr nicht zu lange ins Träumen geratet und die Welt um euch herum vergesst, haben wir unsere große Rundreise in mehrere kleine Streckenabschnitte unterteilt.

Und jetzt geht’s los! Rügen – here we go!

Kurz hinter Hamburg geht’s auf die A20, die Küstenautobahn. Schnurstracks verläuft sie gen Osten, immer der Küste entlang. Lübeck, Wismar, Rostock – wir lassen die alten Hansestädte hinter uns und nehmen eine weitere – nämlich Stralsund - als Zwischenziel. Von der Autobahn geht es auf die B96 durch das auffallend grüne, satte Land. Fenster runter! Denn schon hier duftet es nach Meer, nach Urlaub, nach Erholung und Entspannung. Dann zeichnet sich die Skyline Stralsunds ab. Die Türme von Sankt Marien und Sankt Nikolai grüßen uns ebenso wie die imposante Volkswerft. Dazwischen seit 2007 der 128m hohe Pylon der neuen Strelasundquerung. Es ist nicht mehr weit, nur noch auf die Brücke und dann liegt sie vor uns in ihrer ganzen Pracht – Deutschlands größte und für viele auch schönste Insel. Auf der neuen Brücke über den Strelasund und die zu Stralsund gehörende Insel Dänholm geht es per Rügendamm über die im Sonnenlicht glänzende blaue Ostsee.

Route 1

Vom Rügendamm bis nach Prora

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Räucherschiff Berta

Bevor wir mit unserer Rundreise starten, direkt zu Inselbeginn zwei Tipps: Unmittelbar nachdem wir Inselboden unter den Rädern haben, lohnt sich ein Abstecher nach Altefähr. In dem alten Fischer- und wie der Name vermuten lässt Fährdorf bietet sich im Hafenbereich neben allerlei Restaurants und Bars auch ein herrlicher Ausblick über den Strelasund hinüber auf Stralsund. Hier gibt es auch einen kleinen Strand und jeder Badewannenkapitän hat die Möglichkeit, sich ein Boot zu mieten und nichts wie raus auf die Ostsee und ein wenig vor sich hin schippern. Von Altefähr aus sind es rund sieben Kilometer bis Rambin. Hier gibt es direkt neben der Durchgangsstraße die „Alte Pommernkate“. Auch hier gilt: Unbedingt anhalten! In der alten Bauernscheune gibt es leckeres Essen, schmackhafte Kuchen und Torten nebst dem Pott Kaffee, Fischbrötchen und im angrenzenden Laden Souvenirs für die Lieben zu Hause. Neben allerlei Inselkitsch gibt es aber auch liebevolle Schmuckstücke und frische Inselprodukte. Souvenirläden finden sich auf Rügen wie Sand am Meer, aber es gilt das Motto: „Was du am Anfang kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!“. Rügen hat so viel zu bieten, dass am Ende kaum noch Zeit dazu bleibt, sich um die Urlaubsmitbringsel zu kümmern. Der Inselsüden ist gekennzeichnet durch sanfte Hügel, uralte Wälder, viele Wiesen und Felder und – wie überall auf Rügen – von keiner Stelle ist es weiter wie sieben Kilometer bis zum Wasser. Das Zentrum des Südens bildet die Fürstenstadt Putbus, auch die „weiße Stadt“ genannt. Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus ließ die Stadt 1810 errichten. Highlights sind der Circus - ein riesiger Kreisverkehr - gesäumt mit den typischen weiß-getünchten Häusern, das imposante Residenztheater und die Orangerie des ehemaligen Schlosses direkt am Schlosspark. Dieser weitläufige Landschaftspark lädt zu Spaziergängen im Schatten der mächtigen Bäume ein. Nur wenige Kilometer sind es in den Putbuser Ortsteil Lauterbach. Dort liegt im kleinen Hafen das Räucherschiff Berta vor Anker. Hier gibt es fangfrisch die besten Fischbrötchen weit und breit!

 

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Strand von Sellin

Im Südosten und Osten der Insel liegen die malerischen Seebäder. In allen Seebädern lohnt sich der Blick auf die sehenswerten Villen im Stil der Bäderarchitektur. Eines haben alle Seebäder auf Rügen gemeinsam: Hier lässt es sich herrlich auf der Promenade oder am Strand entlang flanieren, überall weht eine leichte Brise und der feine Sandstrand lädt zum ausgiebigen Sonnenbaden ein. Zwei Seebäder wollen wir euch genauer vorstellen. Das erste ist Sellin, weltbekannt durch seine Seebrücke am Hauptstrand. Bevor wir diese allerdings erreichen, geht es zunächst ein steiles Stück den „weißen Steg“ hinauf. Oben angekommen hat man eine wunderschöne Sicht auf den Selliner Südstrand bis hin zu den anderen Seebädern Baabe und Göhren. Hier kann man hoch über dem belebten Strand in der Sonne sitzen und die Seele baumeln lassen. Lust auf einen Strandspaziergang? Über eine Treppe geht es hinunter ans Meer. Wir biegen nach links und gehen direkt am Wasser entlang über den schmalen Strand während sanfte Wellen unsere Zehen umspülen.

Seebrücke Sellin mit Tauchgondel

Seebrücke Sellin mit Tauchgondel

Nach einigen Biegungen und Kurven erreichen wir den Hauptstand von Sellin mit der bereits angesprochenen, imposanten Seebrücke. Ihr wollt im Urlaub einfach mal so richtig abtauchen? Das geht in Sellin völlig ohne Nass zu werden! Am Ende der Seebrücke gibt es seit einigen Jahren eine Tauchglocke mit der man bis auf den Ostseegrund abtauchen kann. Neben dem Erlebnis ins Meer einzutauchen und den Meeresbewohnern Hallo zu sagen, erhält man noch allerlei wissenswerte über die Ostsee und ihre Bewohner.

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Kurhaus Binz

Etwas weiter nördlich liegt das mondäne Seebad Binz. Auf der Hauptstraße und der Strandpromenade lässt es sich chic flanieren. Und vielleicht hat man sogar Glück und erwischt den ein oder anderen Promi, denn in Binz trifft sich zunehmend alles was Rang und Namen hat. Direkt neben der Seebrücke liegt das berühmte Binzer Kurhaus während sich unten am weißen 3,2 km langen feinen Binzer Sandstrand zahlreiche Strandkörbe aneinanderreihen. Aber auch sportliche Höhepunkte hat Binz zu bieten, so z.B. eine Runde Polo am Strand oder das alljährlich stattfindende Beachvolleyball-Turnier. In Binz lässt es sich in allen Preislagen wunderbar schlemmen und speisen. Zahlreiche Cafés, Bars und Restaurants mit Spezialitäten aus aller Welt sind im Ort verteilt. Die Ostseebucht, in der Binz liegt, nennt sich „Prorer Wiek“. Und Prora ist auch der Name des Binzer Ortsteils, den wir nun besuchen. Der Strand ist eine Verlängerung des Binzer Strands und ist mit der schönste und weitläufigste auf der Insel. Zudem ist er nicht so überlaufen wie der Strand in Binz. Verhungern und verdursten muss man aber auch hier nicht - etliche Buden sind an den Strandabgängen zu finden, außerdem werben in regelmäßigen Abständen Eisverkäufer um die Gunst der Strandbesucher.

Prora alt und neu

Prora alt und neu

Bevor man in Prora allerdings zum Strand kommt, erblickt man zuerst nur einen nie enden wollenden Häuserblock. Großteils zerfallen und heruntergekommen, teilweise aber auch bereits renoviert oder voll im Umbau. Hierbei handelt es sich um das ehemalige KdF-Bad Prora. KdF – Kraft durch Freude. Ein größenwahnsinniger Bau im dritten Reich, der 20.000 Menschen auf 4,5 km Urlaub nur 150 m vom Strand entfernt bieten sollte. Nie fertiggestellt, wurde es nach dem 2. Weltkrieg von der Sowjetarmee, der NVA und schließlich auch von der Bundeswehr genutzt. In einem Teil des monströsen Komplexes gibt es neben einer Jugendherberge verschiedene Museen und eine Diskothek. An anderer Stelle entstehen noble Eigentumswohnungen - mit oder ohne Meerblick - aber dafür direkt am Strand. Und an eben diesem Strand macht man am besten einfach nichts außer entspannen, beim Meeresrauschen träumen und zwischendurch für eine Abkühlung ins Meer. Am Horizont weiße Segel- und große Fährschiffe, dazu ein weiter Blick sowohl nach Binz, als auch nach Sassnitz - unserem nächsten Ziel.

Unsere Camping- und Stellplatz-Tipps auf dieser Route:

Wasserferienwelt im Jaich; 18581 Putbus, OT Lauterbach

  • Kleiner, gebührenpflichtiger Stellplatz für 14 Mobile im Yachthafen von Lauterbach mit herrlichem Blick aufs Meer

Wohnmobilstellplatz Lauterbach; 18581 Putbus, OT Lauterbach

  • Gebührenpflichtiger Stellplatz für 42 Mobile; wunderschön gelegen zwischen dem Hafen Lauterbach und dem Waldgebiet Goor; ein Einkaufszentrum befindet sich in der Nähe

Reisemobilhafen Sellin; 18586 Sellin

  • Gebührenpflichtiger, komfortabler Stellplatz für 50 Mobile; die Hauptstraße mit imposanten Villen und die Seebrücke Sellin sind in wenigen Minuten fußläufig erreichbar

Stellplatz am Hafen; 18586 Sellin, OT Seedorf

  • Gebührenpflichtiger Stellplatz für 5 Mobile direkt am Natur- und Segelhafen; wunderbar ruhig in einer Bucht gelegen mit einer Fischräucherei direkt um die Ecke

Wohnmobil-Oase Rügen; 18609 Binz, OT Prora

  • Gebührenpflichtiger Stellplatz für 145 Mobile mit umfangreichen Service und mitten im Grünen gelegen; Bushaltestelle direkt vor Ort mit Anbindung über die gesamte Insel, fußläufige Entfernung zum Strand von Prora

Route 2

Von Sassnitz bis zur Schaabe

Die zweitgrößte Stadt der Insel ist Sassnitz. Hier lohnt sich ein Gang zum Stadthafen. Bis in die 90er Jahre sind von dort aus die Fährschiffe in die weite Welt aufgebrochen. Heute legen sie von Mukran, etwas weiter südlich, ab. Kleiner Tipp am Rande: In nur vier Stunden erreicht man mit der Fähre Trelleborg in Südschweden. Morgens hin, den Tag in Trelleborg oder dem nur 30 km und per Bus gut zu erreichenden Malmö verbringen und am Abend wieder über die Ostsee zurück nach Rügen. Ein Ausflug, der sich wirklich lohnt! Und ganz ehrlich: Den Sonnenaufgang auf Deck mitten auf der Ostsee zu erleben… Bei wem kommt da kein Kreuzfahrt-Feeling auf?!

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Mole in Sassnitz

Zurück nach Sassnitz. Im Hafengelände findet sich nicht nur ein Museums-Uboot, von hier aus legen auch zahlreiche Ausflugsschiffe zur Kreidefelsen-Tour ab. Tolle Fotos gelingen bei Sonnenschein (davon gibt es auf Rügen mehr als genug) vormittags. Denn dann strahlen die Kreidefelsen in ihrem schönsten weiß, davor schimmert die blaue Ostsee bis zum Horizont. Ein perfektes Panorama für jedes Fotografenauge. Mit der 1,5 km langen Mole verfügt der Sassnitzer Hafen über die längste ihrer Art in Europa. Ein kleiner Spaziergang bis zum Leuchtturm an der Spitze und man fühlt sich als stehe man mitten im Meer.

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Kreidefelsen

Direkt hinter Sassnitz tauchen wir ein in den Nationalpark Jasmund. Eine Sehenswürdigkeit, die man sich unbedingt ansehen sollte. Vom Parkplatz des Naturerbezentrums in Hagen verkehren Shuttlebusse bis zum eigentlichen Zentrum, oder aber man wählt die gemütlichere Variante per Pedes. Mehrere gut ausgeschilderte Wanderwege führen zum Ziel. Gerade in der Hauptsaison ist die Ausschilderung eigentlich gar nicht notwendig, denn es gilt: „Immer der Herde nach!“. Wir wählen also den familienfreundlichen und gemütlichen Wanderweg und erreichen so das Naturerbezentrum nach rund 45 Minuten. Unterwegs kommen wir am sagenumwobenen Herthasee vorbei. Ein Tipp: Wenn wir das Naturparkzentrum betreten, stehen wir mitten auf dem Königsstuhl. Ungünstig, wenn wir doch gerade eben diesen höchsten Kreidefelsen bestaunen wollen.

Königsstuhl

Königsstuhl

Deshalb biegen wir kurz vor dem Zentrum rechts vom Weg in Richtung „Viktoriasicht“ ab. Von hier aus hat man von einem kleinen Plateau einen herrlichen und vor allem kostenlosen Blick auf den 118 m hohen herrschaftlichen Königsstuhl. Je nach Temperatur und Kondition führt der Rückweg wieder durch den schattigen Wald oder aber mit dem Shuttlebus zurück nach Hagen. Unser nächstes Ziel ist Lohme.

Ein verträumtes kleines Örtchen mit wunderschönem Yachthafen, welcher direkt unterhalb des Ortes liegt.

Lohme

Lohme

Unweit davon ragt der Schwanenstein aus dem Wasser, einer der zahlreichen riesigen Findlinge vor Rügen. Wer einmal unten am Hafen war, der muss nun mal zwangsläufig auch wieder hinauf. Der Weg über die nicht enden wollenden Treppe zieht sich und oben angekommen wäre manch einer sicherlich froh über ein Sauerstoffzelt. Von oben bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf den Hafen, gerade bei Sonnenuntergang möchte man von diesem Ausblick gar nicht mehr abweichen.

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Sonnenuntergang Glowe

Unser nächstes Ziel ist Glowe. Der kleine Ort bietet nicht nur einen wunderschönen Strand, auch das beste Eis der Insel gibt es hier – im Eiscafé „Arkonablick“ mit – wie der Name unschwer erraten lässt - direktem Blick auf Kap Arkona und das Meer. Das Eis haben wir uns nach dem steilen Anstieg in Lohme auch redlich verdient. Ein Besuch in Glowe lohnt sich jedoch nicht nur am Tage. An einem lauen Sommerabend sitzt man auf der Terrasse der „Ostseeperle“, genießt frischen Fisch und erlebt am Strand den traumhaften Sonnenuntergang über Kap Arkona. Hinter Glowe beginnt die Schaabe, eine fast 12 km lange Nehrung, die ein wahres Paradies für alle FKK’ler ist. Sie stellt die Verbindung zwischen den Halbinseln Jasmund und Wittow dar. Wittow ist die nördlichste Halbinsel Rügens und dort – ganz oben im Norden - da liegt Kap Arkona. Und genau dort setzen wir unsere Reise im dritten Teil fort.

Unsere Campingplatz-Tipps auf dieser Route:

Stellplatz am Stadthafen; 18456 Sassnitz

  • Gebührenpflichtiger Stellplatz für 15 Mobile unmittelbar am Sassnitzer Hafen; direkter Blick aufs Meer und Abfahrtsmöglichkeit zur Kreidefelsen-Schiffstour

Stellplatz am Dorfladen; 18551 Lohme

  • Gebührenpflichtiger, gemütlicher Stellplatz für 15 Mobile im Ortskern von Lohme nur 100 m von der imposanten Steilküste entfernt; Serviceangebot im Dorfladen

Stellplatz am Königsstuhl; 18551 Lohme / Hagen

  • Gebührenpflichtiger Stellplatz für 40 Mobile im separaten Bereich des Großparkplatzes Hagen; idealer Ausgangspunkt für Ausflüge, z.B. Wanderung zum Nationalpark-Zentrum Königsstuhl

Stellplatz am Strand; 18551 Glowe

  • Gebührenpflichtiger Stellplatz für 12 Mobile auf einem Parkplatz am Waldrand; Supermärkte in unmittelbarer Nähe, Stellplatz ist nur durch die Durchgangsstraße vom Strand getrennt

 

Route 3

Ganz oben im Norden – Putgarten und Insider-Tipps

Blick auf Kap Arkona

Blick auf Kap Arkona

In Putgarten ist erst einmal Endstation. Hier heißt es: Fahrzeug abstellen und dann zu Fuß weiter, oder aber man nimmt die Bimmelbahn. Diese fährt in regelmäßigen Abständen zwischen Putgarten und Kap Arkona hin und her. Wir empfehlen zunächst mit der Bimmelbahn bis zum Kap zu fahren. Hier stehen gleich drei Türme unmittelbar beieinander. Zwei Leuchttürme, der kleinere ältere und der größere, der 1905 seinen Betrieb aufnahm. Ein wenig abseits davon steht ein ehemaliger Marinepeilturm, in dem sich heute ein Künstler-Atelier befindet. Der Aufstieg auf den Leuchtturm ist mehr als lohnenswert, hat man von dort doch eine tolle 360°-Aussicht über die Insel und das weite Meer. Von den Türmen aus setzen wir unseren Weg zu Fuß fort. An der Jaromarsburg, einer alten slawischen Kultstätte und Befestigung vorbei, gehen wir über den Hofuferweg und können immer wieder auf die Ostsee blicken. Von hier strahlt sie im Sonnenlicht besonders tiefblau, blauer kann das Meer selbst in der Karibik nicht sein. Hoch über dem Meer spürt man es mit am deutlichsten: kein Lärm, keine Hektik, keine Autos. Nur das Meer, die Sonne und der Wind... und ein Hauch vom Duft der Räucheröfen, der uns in die Nase steigt. Doch außer einer Kapelle am Wegrand nichts zu sehen.

Fischerdorf Vitt

Fischerdorf Vitt

Ein kleiner Hohlweg führt hinunter Richtung Strand und plötzlich - wie aus dem Nichts - steht ein klitzekleines reetgedecktes Dörfchen vor uns: Vitt. Das ganze Dorf steht unter Denkmalschutz. Ganz unten am Wasser, da finden wir auch den Räucherofen. Hat sich unsere Nase doch nicht getäuscht. Selbstverständlich lässt sich hier der fangfrische Fisch direkt in aller Seelenruhe genießen.

Unsere Campingplatz-Tipps auf dieser Route:

Knaus Wohnmobilhafen Rügen; 18556 Altenkirchen, OT Drewoldke

  • Gebührenpflichtiger Stellplatz für 28 Mobile neben einem Campingplatz; 10 m über dem Meeresspiegel gelegen mit direktem Meerblick und einer Treppe zum Strand

Stellplatz bei Kap Arkona; 18556 Putgarten

  • Gebührenpflichtiger Stellplatz für 30 Mobile; zentrale Lage am Ortsrand von Putbus und idealer Ausgangspunkt zum Kap Arkona sowie dem Fischerdorf Vitt

 

Wir sind also angekommen. Ganz oben im Norden an der Nordspitze Rügens. Viele Kilometer führte uns unsere kleine Rundreise immer an der Ostküste entlang. Doch das ist natürlich bei weitem noch nicht alles von Rügen. Die Inselhauptstadt Bergen, das kleine Dörfchen Ralswiek mit den berühmten Störtebeker-Festspielen, der Südwesten mit Rosi - der größten Sau der Insel - und dem Vogelparadies Ummanz sowie Rügens kleine Schwester Hiddensee. Dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr, wenn uns mal wieder das Fernweh packt. Zum Abschluss aber noch ein paar Genuss-Tipps für alle, die sich im Urlaub kulinarisch verwöhnen lassen möchten:

Neben den bereits angesprochenen Gasthäusern und Lokalen empfiehlt sich ein Ausflug nach Klein Zicker. Ganz im Süden der Insel steht mitten im Ort das „Traute Fischerheim“. Auf der Terrasse speist man stilecht im Strandkorb und genießt seinen Fisch mit unverwechselbarem Panoramablick auf den Greifswalder Bodden. Unweit von Klein Zicker liegt das Ostseebad Thiessow. „In Thiessow nah dem Ostseestrand, unter freiem Himmel, da findet sich so allerhand im dichten Marktgetümmel. (…)“ Hier findet im Sommer zwei Mal die Woche der Rügenmarkt statt. Allerlei Produkte von der Insel gibt es hier zu erwerben. Zwei Dinge sollte man sich nicht entgehen lassen: Das Landbier vom Gasthof „Zur Linde“ gibt es in großen Bügelflaschen zum Mitnehmen aus dem roten Bus während es am Stand von Renate Kurtzke gibt es „Oma’s Quarkbällchen“ gibt. Und die sind – wie im Lied vom Rügenmarkt beschrieben – wirklich oberhammerlecker! Für Waffelliebhaber bietet sich ganz in der Nähe die Möglichkeit mit direktem Meerblick zu schlemmen. Im „Strandcafé“ in Thiessow gibt es hausgemachte Waffeln mit heißen Kirschen und Sahne – Achtung! Die Portionen sind riesig und lassen so manche Strandfigur im Nu auseinandergehen. Das ist es aber alle Male wert! Auch in der Inselmitte - genauer gesagt in Bergen - wird feinen Gaumen viel geboten. Im Restaurant „Kontor“ im Hotel „Kaufmannshof“ speist man im historischen Ambiente eine anspruchsvolle und vor allem regionale Küche bei erstklassigem Service und angemessenen Preisen. Unser abschließender Restauranttipp befasst sich - wie kann es auf einer Insel auch anders sein - mit Fisch. Im Sassnitzer Hafen gibt es mit dem „Gastmahl des Meeres“ ein Fischrestaurant der Spitzenklasse und – als hätten wir es nicht bereits oft genug erwähnt – wunderbarem Meerblick.

Meerblick

Meerblick

Die Insel Rügen bietet mit ihrer einzigartigen Vielfalt Urlaub für alle Sinne. Strandratten erfreuen sich ebenso wie Wanderfreunde an den Schönheiten der Insel. Von keiner Stelle der Insel sind es mehr wie sieben Kilometer bis zum Bodden oder Meer. Sanfte Hügel, Felder und Wiesen, tiefgrüne Wälder, Alleen, Seen und Bäche, feinsandige Strände, schroffe Klippen, Wellen und das blaue Meer. All das auf 926 km² kompakt zusammen gefasst. Rügen ist eine traumhaft schöne Insel, auf der auch Rügenkenner immer wieder neue Schönheiten und Details entdecken.

Und wisst ihr was?! Wir packen jetzt unsere Koffer und fahren in Urlaub! Wohin?! Nach Rügen natürlich!

 

Bildquelle: alle Bilder sind Eigentum des Autors bzw. des Gastautors

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