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VANTourer vs. Pössl vs. Wesfalia – wer macht das Rennen im Kastenwagen-Vergleichstest der Promobil?

Die Promobil hat in ihrer aktuellen Ausgabe 01/2016 unseren VANTourer 600 L und zwei seiner Mitbewerber mal etwas genauer unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren getestet. Ob das Raumkonzept der 6 m-Einzelbettwagen funktioniert und wie der VANTourer insgesamt abgeschnitten hat – das haben wir hier für euch zusammengefasst.

Die Herausforderung bei 6 m-Fahrzeugen ist natürlich, alles Notwendige unterzubekommen und so das knappe Platzangebot bestmöglich auszunutzen. Großer Vorteil der kürzeren Gesamtlänge ist ganz klar die Alltagstauglichkeit. Nicht nur auf Reisen sondern auch im Alltag ist der „Kleine“ ganz groß – wendiger, kompakter, praktischer. Und auch preislich kann der „Kleine“ punkten. Im Vergleich zu seinem größeren 6,30 m-Bruder sind beim 6m-Wagen durchaus Ersparnisse bis zu 4.000 Euro drin. Den Testwagen VANTourer 600 L Activ auf Peugeot-Basis gibt es bereits ab 38.900 Euro.

Kommen wir zum Vergleich VANTourer – Pössl – Westfalia: größter Unterschied aller drei ist die Gestaltung des Sanitärbereichs. Während Westfalia auf ein abgetrenntes Bad mit integrierter Dusche setzt, punkten der VANTourer und sein Mitbewerber Pössl mit einem Bad mit separierbarer Dusche. Hierbei gelingt die Umsetzung im VANTourer am besten. Die halbrunden Plexiglaselemente wirken nicht nur hochwertig, sondern bieten auch den meisten Platz für eine komfortable und ausgiebige Körperpflege. Zudem sind WC und Waschbecken bestens ausgeleuchtet. Logisch bei 6m Länger ist: wer Platz haben möchte, muss an anderer Stelle einsparen. Ist das Badezimmer im VANTourer oder Pössl in Benutzung, wird durch die Duschabtrennung der Weg von der Küche in den Schlafbereich unterbrochen. Als Nachteil möchten wir das jetzt nicht bezeichnen, aber eine Einschränkung ist es zugegebenermaßen schon.

Positiv hingegen wirkt sich die luftige und offene Gestaltung des Innenraums im VANTourer aus. Hier spürt man große Bewegungsfreiheit und mehr Platz vor dem Küchenblock. Die Beinfreiheit zwischen der Halbdinette und den drehbaren Fahrersitzen beträgt im VANTourer 600 L zwar nur schmale 30 cm, dafür ist der Tisch der Sitzgruppe aber merklich stabiler konstruiert und bietet durch die Ausklappfunktion eine praktische erweiterte Arbeitsfläche.

Im Schlafbereich ist die Umsetzung der Einzelbettkonstruktion bei allen drei Testfahrzeugen ähnlich. Mit knapp 2 m Bettlänge auf der rechten Fahrzeugseite gewinnt der VANTourer die Kissenschlacht. Mit dieser Länge weist der VANTourer eine rund 10 cm längere Liegefläche als seine beiden Mitbewerber auf. Und auch das kürzere Bett bietet mit 1,77 m Länge eine komfortable Schlafmöglichkeit für die zweite Person.

Stauraumwunder Kastenwagen – neben zahlreichen Schubladen, Steckdosen und Oberschränken findet Kleidung im integrierten Kleiderschrank Platz. Sperrige Gegenstände lassen sich dank zahlreicher Zurrösen problemlos im Heckbereich verstauen. Einzig im VANTourer 600 L lässt sich ein Bett noch nutzen, während das andere z.B. für den Transport eines Fahrrads hochgeklappt ist.

Was sonst noch von Interesse ist:

Vom äußeren Look her ähneln sich Pössl, Westfalia und VANTourer auf Basis von Citroën, Fiat und Peugeot, einzig der Kühlergrill variiert durch die verschiedenen Herstellerlogos.

Warm ums Herz (oder auch um die Füße) wird es dank der ab Werk eingebauten Kraftstoff-Gebläseheizung von Truma. Beim VANTourer ist serienmäßig die 2.000 Watt starke Variante integriert, eine Gasheizung gibt es gegen Aufpreis.

Besonderheit beim VANTourer 600 L ist der von außen zugängliche Gaskasten, in dem die 11-Kilo-Gasflasche beheimatet ist.

Ein autarkes Reiseerlebnis abseits von Camping- und Stellplätzen kann mittels großer Frisch- und Abwassertanks Realität werden. Die Tanks reichen locker für ein paar Tage Abenteuer und Freiheit.

Bei der Preisspanne lassen sich bei den drei getesteten Kastenwagen große Unterschiede erkennen. So ist der VANTourer 600 L Activ bereits ab unter 40.000 Euro erhältlich. Pössl kann diesen Grundpreis zwar noch leicht unterbieten, hat dafür aber bei weitem nicht so viel Serienausstattung mit an Bord.

Testurteil der Promobil

Alle drei getesteten Kastenwagen liegen eng beisammen. Sieger mit durchschnittlich 3,4 von 5 Punkten ist aber unser VANTourer 600 L! Raumkonzept und Preis-Leistungs-Verhältnis haben überzeugt!

Wir sind sehr glücklich über dieses positive Ergebnis und freuen uns auf eine „VANomenale“ VANTourer-Zukunft!

 

Quelle: Promobil 01/2016; Seiten 20-29

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