Leben im VANTourer - geht das? Und wie!

Ich packe meine sieben Sachen und nehme mit... meinen VANTourer! So oder so ähnlich muss es Mandy gegangen sein, als sie sich dazu entschieden hat, ihr komplettes Leben in einen kompakten Kastenwagen zu packen.

Seit 6 Monaten ist sie nun im VANTourer unterwegs - lebt, reist und arbeitet in ihrem rollenden Zuhause.

Wo sie bisher gewesen ist, was sie schon alles erlebt hat und wo sie die kalte Jahreszeit "überwintert", das erfahrt ihr hier.


Seit 6 Monaten lebe ich inzwischen in meinem VanTourer 600L und ich habe es noch keine Sekunde bereut - ganz im Gegenteil! Warum ich mich für das Leben im Van entschieden habe und was ich in den letzten Monaten erleben durfte, möchte ich euch hier kurz aufzeigen.

Über mich

Mein Name ist Mandy Raasch, ich habe die letzten Jahre in Berlin gelebt, zuvor einige Jahre in Buenos Aires, Argentinien. Das Reisen ist meine große Leidenschaft, weshalb ich bereits 2013 meinen Blog Movin’n’Groovin (https://movingroovin.de/) ins Leben gerufen habe. Dort halte ich meine Erlebnisse von unterwegs fest. Ich arbeite als Freelancer und biete Webdesign und Online Marketing Services an. Das gute daran: ich kann von überall auf der Welt aus arbeiten, benötige nur eine gute Internetverbindung.
Mandy in Schweden

Mandy in Schweden

Von der Wohnung in den Van

Wie kam es nun dazu, dass ich in den Van umziehe? Die Idee schlummerte schon länger in mir - einmal im Wohnmobil die Welt erkunden, das war schon lange mein Traum! Einfach sehr langsam unterwegs sein und die Länder auf eigene Faust erkunden, einfach stehen bleiben wo es mir gefällt und weiterfahren, wenn es langweilig wird. Meine Gedanken dazu hatte ich bereits vor über 2 Jahren schon mal aufgeschrieben: Mein Traum: Ein Nomadenleben.

Aus dem Traum ist inzwischen Realität geworden: Anfang Juni wurde es ernst - die Wohnung war gekündigt, die meisten Sachen verkauft / verschenkt / gespendet. Geblieben sind nur noch die wichtigsten Dinge, die mit in den Van kommen. Beim Abholen des Vans in Wusterhausen ist mir die Tragweite meines Plans noch gar nicht so richtig bewusst. Erst als die Reise dann ein paar Tage später los geht in Richtung Schweden, wird mir klar was ich da getan habe: ich lebe & arbeite künftig in meinem rollenden Zuhause!

Einen kleinen Rundgang durch den noch recht leeren Van gibt’s hier im Video:

Die ersten Tage im Van

Anfangs bin ich jeden Tag mit einem dicken Grinsen im Gesicht aufgewacht, als mir wieder bewusst wird, dass ich tatsächlich im Van lebe. Und wenn ich aus dem Fenster schaue, habe ich bestenfalls noch einen schönen Ausblick auf die Natur vor mir. Das ist verrückt, aber irgendwie soll das mal meine Normalität werden. Das dauert wohl noch ein bisschen.

So sieht mein "Büro" im Van aus

So sieht mein "Büro" im Van aus

Der Vanlife-Auftakt: Drei Monate Skandinavien

Skandinavien stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste, mit dem Van habe ich endlich das passende Gefährt, um Schweden, Finnland und Norwegen auf meine Weise zu erkunden. Außerdem dachte ich mir, dass diese Länder perfekt für Camper-Anfänger wie mich geeignet sind und mir meinen Auftakt in das Leben im Van etwas vereinfachen. Dem war auch so - die Versorgung für Camper ist perfekt, nur in Finnland wird es etwas „dünn“ mit den Angeboten für Camper, je weiter nördlich man fährt. Norwegen hat mich am meisten beeindruckt - diese Natur ist einfach unglaublich!

Nordlichter auf den Lofoten, Norwegen

Nordlichter auf den Lofoten, Norwegen

Toller Moment in Norwegen: ich werde von Rentieren geweckt

Toller Moment in Norwegen: ich werde von Rentieren geweckt

Die drei Monate waren letztendlich viel zu kurz, um alle drei Länder in Ruhe zu erkunden, das habe ich recht schnell gemerkt, mich deshalb aber nicht gestresst sondern beschlossen: dann fahre ich einfach noch mal hin.

Mein Eindruck vom VANTourer bisher

Die Entscheidung für einen Kastenwagen war genau richtig! Der Van hat für mich die perfekte Größe, er fährt sich sehr leicht und ich kann auch mal in der Stadt  parken. Auch die Fahrt durch kleine Dörfchen, Sackgassen und Nebenstraßen habe ich damit schon ganz gut gemeistert. Das wäre mit einem großen Wohnmobil manchmal sicherlich eng geworden.

Das Leben im Van hat sich inzwischen ganz gut eingespielt. Der Kühlschrank ist immer voll mit (meist) gesunden frischen Sachen. Morgens gibt’s leckeres Müsli mit frischem Obst, dann geht’s eine Runde raus - Radtour oder Spaziergang am Strand oder wo immer ich gerade bin. Das Arbeiten im Van funktioniert auch wunderbar. Dank Solarpanelen und der zwei extra Batterien kann ich einige Tage problemlos frei stehen. Das beste ist mein Bett - das ist noch viel bequemer als mein altes Bett in Berlin. Da ich recht groß bin, war mir ein mind. 2m langes Bett wichtig. Auf keinen Fall möchte ich mehr auf Bad & Dusche verzichten - das ist mir doch wichtig, da ich es bevorzuge frei zu stehen und selten Campingplätze anfahre.

Also, alles richtig gemacht? Ja, definitiv!

Auf dem Dalsnibba Aussichtspunkt in Norwegen

Auf dem Dalsnibba Aussichtspunkt in Norwegen

Wie die Reise weiter geht

Den kommenden Winter werde ich in Spanien & Portugal verbringen und mich mit anderen Vanlife-Nomaden treffen. Wo es nächstes Jahr hingeht? Gute Frage - ich habe so viele Ideen, die muss ich noch sortieren. Im nächsten Artikel gibt’s dann mehr dazu…

Quelle: Mandy Raasch

Danke Mandy für diesen tollen Einblick in dein VANLife! Wir freuen uns auf deine weiteren Berichte.

Hier gibt es weitere Infos über Moovin'n groovin.

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