Kochen im VAN - Die VANTourer-Küche im Praxistest

Seit 9 Monaten lebt Mandy jetzt on the Road und reist im VANTourer durch die Welt. Klar, dass dabei auch das ein oder andere Mal der Magen knurrt 😉 Da kommt es ganz gelegen, dass sie ihre Küche einfach immer mit dabei hat. Wie praktikabel so eine Campingküche ist und was Mandy auf wenigen Quadratmetern bereits so alles gezaubert hat, dass erfahrt ihr hier im Blog.


Kochen im VAN - die Campingküche im Dauereinsatz

Das Leben im Van macht auch hungrig - deshalb ist die Küche in meinem VANTourer auch im Dauereinsatz. Ich koche fast jeden Tag frisch und habe mich inzwischen an die Einschränkungen in der Van-Küche gewöhnt.

Das beste an der Van-Küche: der Ausblick!

Die Ausstattung der Küche im VANTourer: Gasherd mit zwei Kochstellen, Kühlschrank, Spülbecken. Dazu viele Schubladen und Stauraum unter und über der Arbeitsfläche.

Der Gasherd reicht mir vollkommen aus, ich verwende nur selten beide Kochstellen parallel. Beim Start meiner Reise habe ich eine 11 kg Gasflasche gekauft, die nach fast 9 Monaten Vanlife noch immer 7 kg Gas enthält! Das liegt daran, dass ich das Gas tatsächlich nur zum Kochen benötige, alle anderen Geräte (Heizung, Warmwasser...) laufen über Strom.

Aktuell ist der Kühlschrank nicht in Betrieb, da ich meistens Essen frisch einkaufe und dies für ein paar Tage keine extra Kühlung benötigt. Das liegt sicherlich auch daran, dass ich vegan lebe, also keine Milchprodukte (wie Käse, Butter, etc.) verwende. Für Obst und Gemüse brauche ich keinen Kühlschrank, die veganen Brotaufstriche oder Milch hält sich auch ohne Kühlung ein paar Tage. Den Kühlschrank verwende ich natürlich weiterhin als Stauraum. Im Sommer werde ich ihn sicherlich wieder anwerfen, denn das Eisfach kommt dann für die Eiswürfel-Produktion zum Einsatz!

Was mir manchmal fehlt ist ein Backofen: mal eben eine Pizza in den Ofen schieben oder Pommes selber machen... Aber inzwischen habe ich gelernt, dass man Pizza auch in der Pfanne zubereiten kann.

Eine Kaffeemaschine habe ich ebenfalls nicht. Diese wird durch einen einfachen Kaffeefilter ersetzt, den man auf die Tasse setzt.

Zum Wasserkochen benutze ich keinen elektrischen Wasserkocher, sondern einen Wasserkessel für den Gasherd. Das klappt wunderbar.

Meine nächste Anschaffung wird ein Akku Stabmixer sein, dann kann ich z.B. endlich wieder Hummus selber machen und Suppen pürieren etc.

Die Abdeckung des Spülbeckens ist gleichzeitig das Schneidebrett.

Was ist anders als zuhause?

Wenn man zuhause kocht, ist die Küche meistens ein separater Raum. Das ist im Van natürlich nicht möglich. Meine Küche befindet sich genau zwischen dem Wohn-/Ess-/Arbeitszimmer (aka Sitzecke), dem Bad und Schlafzimmer. Der Platz zum Kochen reicht mir vollkommen aus, der Tisch nebendran dient bei Bedarf als "verlängerte Arbeitsplatte".

Einkaufen: Zuhause hast du deinen Lieblings-Supermarkt, Wochenmarkt, Gemüsehändler um die Ecke. Unterwegs muss ich immer erst mal schauen, wo ich meine Sachen am besten kaufe. Hier in Portugal gibt es verschiedene Supermärkte, die ich anfangs alle mal ausprobiert habe. Inzwischen weiß ich, dass es bei diversen Discountern veganen Brotaufstrich gibt. Die Obst- und Gemüseauswahl finde ich auf den lokalen Wochenmärkten am besten, wo frisches Obst und Gemüse aus der Region verkauft wird.

Das Gewürzregal zuhause war vielfältiger. Aktuell habe ich im Van vielleicht 6 verschiedene Gewürze. Ich will einfach nicht zu viel Krimskrams kaufen - z.B. Gewürze, die ich nur selten verwende.

Der Vorrat ist ebenfalls überschaubar. Es gibt zwar genug Stauraum im Van - da ist genug Platz für Essens-Vorräte. Aber ich kaufe meistens gar nicht so viel ein, dass alles vollgepackt wird. Ein paar Konservendosen, Pasta, Linsen, etc. habe ich immer da, alles andere wird frisch gekauft.

Wenn ich mal auf einem Stellplatz o. Campingplatz stehe, wird auch draußen gegessen.

Was koche ich im Van?

Wie gesagt, ich koche fast jeden Tag frisch, meistens so viel, dass es noch für eine zweite Mahlzeit reicht. Meine Kochkünste sind überschaubar, ich versuche immer abwechslungsreich und gesund zu kochen. Wenn ich ganz faul bin, gibt es einfach nur Pasta mit Tomatensoße. Bei kaltem Wetter bereite ich gerne einen Eintopf zu mit viel Gemüse (Karotten, Aubergine, Tomaten), Bohnen, Linsen oder Kartoffeln. Ein genaues Rezept habe ich dafür nicht, ich werfe einfach alles in Topf, was da ist. Bei schönem Wetter gibt's manchmal einfach einen Salat mit Tomaten, Gurken, Avocado, Couscous und Gewürzen.

 

Wie du siehst, Kochen on the Road ist etwas anders als zuhause, aber es ist keineswegs kompliziert. Vielleicht hilft gerade die Einschränkung von Platz und Auswahl dabei, die Gerichte einfach zu gestalten, aber so, dass sie dennoch lecker werden. Ich bin eh ein großer Fan von simplen Rezepten, die einfach und schnell zuzubereiten sind.

Jetzt muss ich aber weiter, der Hunger ruft und die Küche ist noch kalt!

Quelle: Mandy Raasch

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