VANTourer 600 im Praxistest

In der aktuellen Ausgabe der MobilSzene (01/18) wurde der VANTourer 600 einem ausführlichen Praxistest unterzogen und seine Eigenschaften auf Herz und Nieren überprüft.

Fazit der Redaktion: "Der VANTourer ist ein schickes von innen und außen perfekt durchgestyltes flottes und modernes Kompaktreisemobil (...). Der VANTourer ist als Alltagsfahrzeug genau so gut einsetzbar wie für den Urlaub. (...)"

(s. MobilSzene 01/18, S. 39)

Und auch das Deutsche Caravaning-Institut hat den Artikel auf ihrer Webseite veröffentlicht. Den Artikel gibt es entweder hier zum Nachlesen, hier auf der Webseite vom Deutschen Caravaning Institut oder unter diesem Artikel als Beitrag in der MobilSzene (01/18).


Praxis-Test Reisemobil – Eurocaravaning VanTourer 600

VanTourer nennt sich die Kastenwagen-Baureihe der Firma Eurocaravaning, eine Schwesterfirma der Händlergemeinschaft Intercaravaning. Die Fahrzeuge werden in Ungarn in einer Kastenwagen-Produktionsfirma, die zur Knaus-Tabbert Gruppe gehört, speziell für Eurocaravaning gebaut. Im D.C.I.-Praxistest von Alfred Alkoven konnte der Van Tourer 600 sein gutes Aussehen und seine Ausstattungs-Stärken voll ausspielen. 

Die mittlerweile vier Modelle umfassende Serie wendet sich an den preisbewussten Mobilisten, der gutes Design schätzt und auf Komfort und Qualität nicht verzichten möchte. Unser Testwagen, der Van Tourer 600 mit dem großen Aufstelldach bewies klar, dass dieses Konzept passt. Der sechs Meter lange Fiat Kastenwagen, rundum lackiert in Tiziano-Rot, mit Originalhochdach und dem aufgesetzten, in Wagenfarbe lackiertem, flachen Aufstelldach, sieht mit den schwarzen Applikationen an Seiten und Front, den schwarz polierten 16 Zoll Alufelgen und mit der schwarzen Thule Markise – die das Aufstelldach optisch geschickt kaschiert – einfach schick aus.

Fesche Kiste für Zwei: Der VANTourer 600 von EuroCaravaning (Foto: alf)

Der VANTourer ist ein durchgestyltes Kompaktreisemobil für Urlaub und Alltag (Foto: det)

Schick ohne großen Schnick-Schnack: Der VANTourer in markantem Tizian-Rot mit mattschwarzen Applikationen (Foto: det)

 

 

 

 

 

 

 

Entspanntes Reisen

Auf optischen Schnick-Schnack wurde bewusst verzichtet, auch der VANTourer Schriftzug ist klar gezeichnet und fügt sich nahtlos in das Design-Gesamtkonzept mit ein. So gut, wie der Van Tourer aussieht, so gut fährt er sich in der getesteten Motorvision auch. Der Fiat Multijet 150 mit dem 2,3 l Turbodiesel leistet 148 PS und lässt sich hervorragend fahren. Die Kraft des ohrenfreundlichen Triebwerks ist in allen Situationen mehr als ausreichend, selbst Bergstrecken werden locker in Pkw-Manier bezwungen. Erstaunlich dabei auch der recht geringe Spritverbrauch.

Trotz keineswegs zahmer Fahrweise, teilweise mit Tachogeschwindigkeiten jenseits der 170 km/h, blieb der Durchschnittsverbrauch immer unter 10,5 Litern auf 100 Kilometern. Zusammen mit dem großen 120 Liter Dieseltank ergeben sich Reichweiten von deutlich über 1.000 Kilometern. Auch die Fahreigenschaften zum Beispiel auf Landstraßen, im Stadtverkehr, in Kurven und bei Seitenwind sind, wie auch die Fahrerhausergonomie und sinnvolle Anordnung der Instrumente, Fiat-typisch ausgezeichnet.

Innenraum mit Stil

Über eine tief bauende Elektrostufe unter der Schiebetür gelangt man in den Innenraum des Van Tourer 600. Leider ist der Schalter zum Ein- und Ausfahren der Trittstufe so ungünstig tief an der B-Säule angebracht, dass er von Innen nur mit dem Fuß und von Außen nur auf Knien bedient werden kann. Der Innenraum entschädigt mit frischem Look. Alle Van Tourer Reisemobile haben für das Modelljahr 2018 ein Facelift bekommen.

Das neue Möbeldesign Noce-Opera wird jetzt mit hellen Beige kombiniert. Der Küchenbereich sowie Tischplatte erhalten mit der Black-Brushed-Optik ein modernes Aussehen. Schön sind auch die Polster, die in der Kunstleder-Stoffkombination mit Sichtnähten sowohl auf den Fiat Originalsitzen im Fahrerhaus, als auch auf der Zweiersitzbank dank Zusatzpolsterung sehr bequem sind. Der Wohnraum wirkt mit den teilweise polierten Möbeloberflächen, den Metallgriffen und der geschickt separierbaren LED-Beleuchtung frisch und modern, aber dennoch gemütlich.

Die Sitzgruppe aus Dinette und drehbaren Fahrerhaussitzen. Die Tischfläche kann erweitert werden. (Foto: det)

Gemütliches und modernes Interieur im VANTourer 600 mit viel Platz und Bewegungsfreiheit. (Foto: det)

Der funktionale Küchenblock im VANTourer hat alles, was nötig ist an Bord. Ein Klapptischchen erweitert die Arbeitsfläche. (Foto: det)

 

 

 

 

 

 

 

Hinter dem Fahrersitz beginnt der Wohnraum mit Tisch und Halbdinette. Die untere Tischplatte kann ausgeschwenkt werden, so dass sich die Tischfläche verdoppelt. Zusammen mit den drehbaren Fahrerhaussitzen ist im Van Tourer ein Frühstück auch mit vier Personen problemlos möglich. Bequemes Sitzen ist auch auf der Zweier-Gurtbank möglich. Die Bank besteht aus zwei Einzelsitzen. Der innere Sitz kann noch etwas in den Wohnraum hinein gezogen werden. Das bringt zusätzlich Ellenbogenfreiheit.

Gemütliche Sitzgruppe

Halbdinette und gedrehter Fahrersitz lassen sich noch zu einem quer hinter den Fahrerhaus liegendem Einzel-Notbett von 160 x 70 Zentimeter umbauen. Die beiden Zusatzpolster hierfür brauchen viel Stauraum. Direkt hinter dem Fahrerhaus ist der Dachausschnitt für den Einstieg in das Aufstelldach. Die praktische Teleskopleiter liegt sicher im offenen Stauraum über dem Fahrerhaus. Oben angekommen, überrascht ein großes Doppelbett mit vollen zwei Meter Bettenlänge.

Eine elektrische Lichtquelle konnten wir in unserem Testwagen hier oben nicht finden. Wer die beiden zusätzlichen Schlafplätze im Dach haben möchte, muss wissen, dass im Dach kein HeKi und auch keine Dachhauben eingebaut werden können. Bei geschlossenem Aufstelldach gibt es keine Luft und kein Licht von oben, lediglich die drei großen Lüftungsöffnungen im Balg des geöffneten Aufstelldaches sorgen für Licht und Belüftung.

Das optionale Aufstelldach bietet einen großzügigen Schlafplatz für Zwei im Oberstübchen. (Foto: alf)

Mit Hilfe einer praktischen Teleskopleiter geht's in die Dachkammer. (Foto: det)

Das Dachbett ist erstaunlich geräumig, Licht und Luft von oben fehlen. (Foto: det)

 

 

 

 

 

 

 

Ausreichendes Bad

Seit dem Modelljahr 2018 sind alle Van-Tourer-Campingbusse mit einem einheitlichen Festbad ausgestattet. Auf Wunsch kann auch für jeden Grundriss ein Raumbad (Dusche im Durchgang) geordert werden. Der Sanitärraum in einem Kastenwagen ist logischerweise ziemlich eng. Auch im Van Tourer ist es nicht anders. Aber alle notwendigen Hygienearbeiten lassen sich problemlos erledigen, selbst ein kurzes Abduschen ist noch drin. Zu erwähnen, weil nicht alltäglich, ist die drehbare Dometic-Toilette mit Keramik Innenschale und das Toilettenfenster zusätzlich zum Deckenlüfter.

Komplette Küchenzeile 

Gegenüber des Minibades befindet sich die Küchenzeile, die halb in den Schiebetürausschnitt hineinbaut. Mit Spüle, Zweiflammkocher, genügend Stauraum und hinzuklappbarer Arbeitsfläche ist die Küchenzeile praxisgerecht dimensioniert. Ohne die klappbare Arbeitsfläche wäre wenig Platz zum Schnibbeln in der Küche. Der 85 l Absorber-Kühlschrank rechts neben dem Küchenmöbel ist optimal unter dem geräumigen Kleiderschrank positioniert.

Komfortables Heckbett

Der Aufstieg in das Heckquerbett wird durch eine kleine Trittstufe erleichtert. Das Bett misst ordentliche 1,94 Meter Länge mal 1,40 Meter Breite. Die gute Kaltschaummatratze auf dem geteilten und hochklappbaren Lattenrost sorgt für angenehme Nachtruhe. Licht und Luft kommt durch zwei Heckfenster und ein Fenster auf der rechten Seite. Die Beleuchtung kann passend für Lese- aber auch für romantische Heckbettstunden eingestellt werden. Selbst an zusätzliche Ablagefächer, Stautaschen, Lautsprecher, Steckdosen 230- und 12 Volt wurde hier gedacht.

Ausreichend: Das Festbad im VANTourer 600. Auf Wunsch gibt's ein Raumbad. (Foto: det)

Solide Maße und prima Komfort: Das Heckquerbett ist variabel teilbar. (Foto: det)

Mit wenigen Handgriffen wird aus dem Heckbett ein großzügiger Laderaum mit Durchlademöglichkeiten. (Foto: det)

 

 

 

 

 

 

 

Unter dem Heckbett ist der Stauraum durch die beiden Hecktüren zugänglich. Auf der Beifahrerseite ist im Stauschrank noch der Frischwassertank untergebracht. Gegenüber ist Platz für 2 x 11 Kilogramm Gasflaschen und die Truma Dieselheizung. Dazwischen passen ein Motorrad oder zwei bis drei Fahrräder. Die Schottwand zum Wohnraum hin kann herausgenommen werden, um auch lange Güter durchladen zu können. Der Van Tourer 600 ist ein professionell gebautes Großserienfahrzeug mit wenig Schwächen. Auch die Technik ist einwandfrei. Die Anlagen für Strom, Gas, Wasser, Heizung und Kontrollbord sind ordentlich und sicher gebaut und erfüllen alle Prüfstandards. Ebenfalls kein Tadel beim Möbelbau. Saubere Arbeit in guter Optik, egal wohin man schaut.

Fazit:

Der Van Tourer ist ein schickes von innen und außen perfekt durchgestyltes, flottes und modernes Kompaktreisemobil, das mit zusätzlichem Aufstelldach und Einzel-Notbett Übernachtungsplatz für bis zu fünf Personen bietet. Der Van Tourer ist als Alltagsfahrzeug genau so gut einsetzbar, wie für den Urlaub. Die Preise für den Van Tourer 600 beginnen in der Activ Version bei 39.990,– Euro. Unser gut motorisierte und sehr gut ausgestattete Testwagen kostet rund 55.000,– Euro.

Das fiel uns auf

Plus: Servicefreundliche verbaut: Die wichtige Elektrik im VANTourer. (Foto: det)

Minus: Fußschalter? Die Betätigung für die elektrische Trittstufe ist unpraktisch tief angebracht. (Foto: det)

Plus: Praktische Fächer im Bettkasten des Heckbettes bieten viel Stauraum. (Foto: det)


 

 

 

 

 

 

 

 Quelle: https://caravaning-institut.de/praxis-test-reisemobil-eurocaravaning-vantourer-600/

Den kompletten Praxistest könnt ihr auch hier nachlesen.

Der VANTourer 600 im Praxistest (MobilSzene 01/18, S. 37-39)

Der VANTourer 600 im Praxistest (MobilSzene 01/18, S. 37-39)

Der VANTourer 600 im Praxistest (MobilSzene 01/18, S. 37-39)

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